GESCHICHTE

Vereinsgeschichte  –  SC Neunkirchen  –  1913  bis  2013

Schon vor der offiziellen Gründung 1913 fanden sich ab dem Jahre 1910 fußballbegeisterte Jugendliche. Gespielt wurde auf buckligen Bergwiesen. Den ersten Fußball spendete der damalige Reichtagsabgeordnete Dr. Karl Renner.

Das Jahr 1919 brachte die erste geregelte Meisterschaft. 1923 wurde die heutige Städtische Sportanlage eröffnet. In der Nachkriegszeit konnten unter der Leitung von Leo Barta große Erfolge erzielt werden; unter anderem wurde man 1947 Meister vom „Schwarzatal“, dann folgte der Aufstieg in die Landesliga, wo selten unter tausend Besucher den Spielen beiwohnten. Nach dem Abstieg aus der Landesliga kamen für den SC schwere Zeiten. Die besten Spieler wurden von den Werksmannschaften aus Ternitz und Wimpassing mit finanziellen Mitteln gelockt. 1950 folgte ein Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte. Nach einer Platzsperre und zahlreichen Spielersperren trat der Verein aus dem Meisterschaftsbetrieb aus. Danach übernahm 1952 der jetzige Ehrenobmann Hans „General“ Schabauer die Obmannstelle, unter Trainer Schwendner spielte man wieder Meisterschaft. Schon 1955 wieder Aufstieg in die 
2. Liga. In diesen Jahren fanden zahlreiche Gesellschaftsveranstaltungen statt, die alle vom legenderen Ferry Brunflicker mit seiner „Elite Band“ musikalisch umrahmt wurden.

1955 wurde das Städtische Sporthaus eröffnet. Im selben Jahr spielte die Schottische Nationalmannschaft gegen eine Bezirksauswahl. Die Hauptversammlung 1964 brachte einen Führungswechsel. In den weiteren Jahren waren die Funktionäre August Bauer jun., Max Slaby und Bertl Hanisch an der Spitze des Vereins tätig.

Endlich, in der Saison 1965/66 wurde der Meistertitel der 1. Klasse Süd geschafft. Die Generalversammlung 1967 brachte einen erfreulichen Aufschwung im Verein. KR Karl Orthuber konnte als Präsident gewonnen werden. 1972 wurde Ernst Maier Obmann.

Im Jahr 1973 gastierte die Österreichische Nationalmannschaft vor dem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Ungarn unter Teamchef Leopold Stastny in Neunkirchen. Im Team standen folgende Spieler: Stachowicz, Sara, Sturmberger, Horvath, Krieger, Hattenberger, Hasil, Starek, Parits, Kreuz, Jara, Koncilia, Eigenstiller und Köglberger. Vor 4000 begeisterten Fans siegte das Team eindrucksvoll mit 16:0; Jara und Hasil erzielten je fünf Treffer.

Ein weiterer Vereinshöhepunkt konnte im Spieljahr 1973 mit der Erringung des Meistertitels in der Unterliga und dem damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga erreicht werden. Bekannte Namen, wie Wolf, Wagner, Müller, Herwig Koglbauer, Ebruster, Maier, Pürzl, Waldhart, Barsony, Dierdorf, Resch, Josef und Walter Ahringer, Graser und Ungerböck sorgten für den großartigen Erfolg.

In der Saison 1979/80 verstärkte man sich mit einigen Spielern vom Nationalligaklub SC Wr. Neustadt und am Ende stand der SC auf Platz 2 hinter Herbstmeister Gablitz. Erste Gedanken an den Landesmeistertitel wurden wach. Nach einer ausgezeichneten Frühjahrssaison erreichte der SC mit den Spielern Bachtrögl, Schuh, Höflinger, Bauer Chr., Feilhofer, Wendl, Burdein, Seiser, Wultsch, Schilowsky, Welzl, Rosenbichler, Huber Kerschbaum, Koglbauer und Alex. Bauer mit 37 Punkten den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.
Durch die damalige Auflösung der Regionalliga wurde der SC aber indirekt um die Früchte des Erfolges gebracht und man spielte weiterhin „nur“ in der Landesliga. Trotzdem wurden tolle Spiele geboten, so beim 1:0 Sieg im Cup gegen den damaligen Zweitligisten Simmering, wo weit über 1000 Zuseher unsere Mannschaft anfeuerten. Im darauffolgenden Cup-Spiel war man beim damaligen Erstligisten Vienna auf der Hohen Warte zu Gast. Eine Überzahl an Neunkirchner Fans sahen ein ansprechendes Spiel und erst nach härtester Gegenwehr musste man sich in den letzten Minuten mit 3:0 geschlagen geben.

In diesen Jahren sah man wahrscheinlich die eindruckvollsten Spiele in Neunkirchen. Unter anderem werden Gablitz und Krems vor ca. tausend Zuschauern geschlagen. Fußballherz was willst du mehr? Im Juni 1981 landeten wir am ausgezeichneten 5. Tabellenrang. Bis 1983 kann man sich in niederösterreichs höchster Klasse behaupten. 1984 folgt der bittere Weg in die 2. Landesliga.

Nach Auflösung des Werkssportvereines Brevillier-Urban erfolgt bei der  Generalversammlung am 1.7.1984 der einstimmige Beschluss zur Fusion mit dem SC.  Im Jahre 1984 übergab der langjährige Obmann Ernst Maier seine Funktion dem jetzigen Bürgermeister LA Herbert Kautz. Auch KR Karl Orthuber legt die Präsidentschaft zurück. Ende des Jahres 1993 übernimmt Fritz Pruggmayer die Obmannstelle von Kautz. Danach nächster Tiefschlag: Abstieg in die Unterliga.

In der Saison 1994/1995 konnte Platz 9. in der Unterliga erreicht werden. Im darauf folgenden Jahr reichte es nur für Platz 11.

Im April1996 fand in Österreich die U-16 Europameisterschaft statt. In einem Vorrundenspiel siegte Griechenland gegen Deutschland mit 2:1. Über tausend Zuschauer, darunter zahlreiche Schulen, sahen ein interessantes, schnelles Spiel, für dessen vorbildliche Ausrichtung der SC vom ÖFB höchste Anerkennung erfuhr. Im selben Jahr konnte unter Obmann Pruggmayer  mit einer Teilüberdachung der Tribüne ein langersehnter Wunsch realisiert werden.

Nicht unerwähnt darf bleiben, dass in Neunkirchen auch Damen mit sehr großem Erfolg dem runden Leder nachgejagt haben. So konnte unter der engagierten Leitung von Maria und Willi Reichl im Jahre 1994 sogar der Meistertitel in der Damenbundesliga 2. Division erreicht werden. Vier erste Plätze bei der Krone Fußballerwahl, 1991 Fazekas mit über 101.000 ! Stimmen, Koglbauer 1993, Saliger 1994 und Stickler 1995 zeigen von enormer Begeisterung.

Nach dem Erringen des 7. Tabellenplatzes 1997 in der Unterliga übernahm der bisherige Obmannstellvertreter Gerhard Pretul die Führung des Vereines.  Im Juni 1998 zeigte die Endtabelle Platz 2, vier Punkte hinter Berndorf. In der nächsten Saison reichte es wieder zu einem Spitzenplatz, Rang 3, sieben Punkte hinter Meister Pitten.

Nachdem im Winter Trainer Hans Bachtrögl –ehemaliger Paradelibero der Landesligameistermannschaft 1980 – vom jetzigen Spielertrainer Bernd Trost abgelöst worden war, konnte nach Jahren sportlicher Durststrecken im Sommer 2000 wieder ein Meistertitel gefeiert werden. Schwarzenbach wurde im letzten Heimspiel souverän 5:0 geschlagen. Meister der 1. Klasse. Nur eine um 8 Tore bessere Tordifferenz entschied für den SC gegenüber den punktegleichen (57) Hirschwangern.

Als Aufsteiger lieferten wir in der Gebietsliga ansprechende Spiele und bald merkte man, dass wir auch in der höheren Klasse reüssieren können. Am Ende der Saison neuerlich großer Jubel in Neunkirchen, als Aufsteiger 9 Punkte Vorsprung vor Ebreichsdorf. Der SC endlich wieder in der Landesliga. In den beiden Meistermannschaften standen folgende Spieler: Rudolf  Beisteiner, Manfred Belik,  Bogner, Harald Bock, Oliver Derfler, Robert Divoky, Helmut Frantsich, Thomas Gablek, Robert Geyer, Hasieber,   Marek Kristofik,  Janos Kucselata, Alfred Kunesch, Sasa Milivojevic, Karl Ofenböck, Mario Renner,  Hubert Rottensteiner,  Max  Seemann,  Norbert Seyfried, Karl Seiser, Kapitän Peter Leber und Spielertrainer Bernd Trost.

Ein denkwürdiges Match fand am 24.6.2001 statt. Der mit 30 Titeln bestückte Rekordmeister Rapid-Wien gastierte in Neunkirchen. Obwohl die Hütteldorfer zu diesem Zeitpunkt nicht in Hochform, fanden an die 1300 Besucher (unter ihnen zahlreiche Rapidler  der AU-Gartl-Fan-Runde) den Weg auf den SC-Platz. In einer  durchschnittlichen Partie siegten die Grün-Weißen gegen den SC bzw. in der zweiten Halbzeit gegen eine Bezirksauswahl  1:5.

Im ersten Jahr der 2. Landesliga beendete der SC  im Jahr 2001 die Meisterschaft mit dem ausgezeichneten fünften Rang.

Nachdem für die kommende Saison zahlreiche hochkarätige Neuerwerbungen – Kager, Matolcsi, Slunecko, Sperhansl, Stangl –  an Land gezogen werden konnten, gab Präsident Herbert Kautz zu Beginn der Meisterschaft in einer Pressekonferenz  der Hoffnung Ausdruck, dass der SC in der Lage sein müsste, um den Aufstieg in die 1. Landesliga mitzuspielen.
Schon zur Prämiere  konnten die hohen Erwartungen vollends erfüllt werden, in einem von der Firma bp-Hochhauser gesponserten Spiel, schlugen unsere Jungs vor 800 begeisterten Zusehern den ASK Bruck mit 7:2. Sebastian Matolcsi schoss sich mit 4 Treffern schon in seinem ersten Spiel in die Herzen der SC-Fans. In der Folge zeigte unsere Mannschaft überwiegend ansprechenden und engagierten Fußball. Leider verpasste man durch eine 3:2 Niederlage im Nachtragsspiel in Brunn am Gebirge die Chance auf den Herbstmeistertitel. Trotzdem war man zufrieden und stolz, endlich wieder die Nummer eins im Bezirk zu sein.  26 Punkte und der Ein-Punkte Rückstand auf Herbstmeister Stockerau.
Im Frühjahr konnte man nicht mehr an die konstanten Leistungen anschließen. Als auch noch das Auswärtsspiel in Stockerau unglücklich verloren ging, war auch der Traum von der Meisterfeier zum 90-jährigen Vereinsjubiläum ausgeträumt. Der SC landete mit 51 Punkten, drei Zähler hinter Stockerau, auf dem zweiten Platz.

Durch das starke Engagement unseres langjährigen Ex-Kassier Herbert „Sagi“ Sagmeister und Rudi Schuh konnte 2002 ein 100-EURO Klub installiert werden.
Den mittlerweile über 40 Mitgliedern sei hier für ihre Bereitschaft herzlich gedankt.

In der Saison 2003/2004 startete unsere Mannschaft mit unserem Spielertrainer Mario Renner abermals sehr gut, bis in der 8. Runde der haushohe Meisterschaftsfavorit Schwadorf vor ca. 800 Zuschauern auf der Städtischen Sportanlage klar mit 0:3 die Oberhand behielt. Die nächsten Spiele waren durchwegs nur mehr Mittelmaß, das Nachtragsspiel in Aspang ging ebenfalls klar mit 3:0 an die Wechselkicker. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Meistertitel endgültig ad acta gelegt. Durch Langzeitverletzungen (Pusza, Leber, Csiszar) und die Abgabe von Sturmtank Sasa Milivojevic war die Mannschaft im Frühjahr stark geschwächt, es konnten lediglich 12 Punkte und damit der 7. Endtabellenrang erreicht werden. Meister wurde Schwadorf mit dem Rekordvorsprung von 19 Punkten vor Purkersdorf.
Trotz der schlechten Frühjahrsbilanz erfreulich, dass sich unsere Jugendspieler gut etablieren konnten und für die kommende Saison Erfahrung in der Kampfmannschaft sammeln durften. Herausragend unser Nachwuchstalent Güzel Kadir, der mit 16 Toren den Vereinstorschützenkönig erreichen konnte.

Einen schweren Verlust erlitt der Verein mit dem plötzlichen Ableben des ehemaligen Spielers und Funktionärs und Hans Dampf in Gassen Bertl Hanisch im Februar 2004. In nahezu 4 Jahrzehnten bekleidete er nahezu alle Funktionen im Vereinsgeschehen.
Dezember 2005 Ableben von Bgm. LA Herbert Kautz: Obmann von 1988 bis 1997 Präsident und Ehrenobmann von 1997 bis 2005.

Im 82. Lebensjahr verstirbt KR Karl Orthuber. Herr Orthuber war von 1966 bis 1984 Präsident des SC Neunkirchen, anschließend bis zu seinem Ableben Ehrenpräsident.

Im 84. Lebensjahr am 4.6.2011 verstirbt Ehrenobmann Ernst Maier. Er war nahezu 40 Jahre als Funktionär, von 1972 bis 1984 Obmann des SC Neunkirchen. Gemeinsam mit Präsident KommR Karl Orthuber konnte er den größten Vereinserfolg, nämlich den Landesmeistertitel 1979/80 feiern. Er war bekannt für seine korrekte, verlässliche und jugendfördernde Tätigkeit im Verein. Höchste Auszeichnung, wie der Ehrenring der Stadtgemeinde, Auszeichnungen durch die NÖLRG und dem NÖFV sowie des ÖFB wurden im zuteil. Er war  von 1984 bis 2000 Vorsitzender des Sportplatzausschusses sowie Vorstandsmitglied des NÖFV.

Sportlicher und wirtschaftlicher Werdegang ab 2005

Sportlich ging es nach dem tragischen Ableben des Förderers und Präsidenten Kautz bergab. Von 2005-2011 rutschte man bis ans Ende der 2. Klasse Wechsel durch und kam über einen 12. Platz in der Saison 2011/12 nicht hinaus.

Im Winter 2012 jedoch gab es eine sportliche Wende. Der begnadete Bezirkskicker Franz Hillebrand übernahm das Zepter auf der Trainerbank. Er formte aus der selben Mannschaft ein neues Team. Schon im Frühjahr 2013 konnte man die Handschrift des Paradekickers Hillebrand erkennen. Disziplin und Teamgeist waren auf einmal am Platz präsent. Akribisch und penibel werden Spiele analysiert und mit seinem Team verbessert. Auf Anhieb spielte man wieder vorne mit. Aus den bisherigen 8 Runden konnten 17 Punkte gesammelt werden und schlägt mit dem 4. Tabellenplatz als Momentaufnahme wieder, nur wenige Punkte von der Spitze entfernt. Hillebrand gibt den Spielern mit seiner Präsenz Sicherheit und formte aus Einzelkickern ein tolles Team.

Auch wirtschaftlich folgt ein Quantensprung beim SC Neunkirchen. Die Firma Eurotor wird Hauptsponsor beim SC Neunkirchen und Dieter Leeb wird im Herbst 2013 zum Präsidenten des SC Neunkirchen gewählt. Der Geschäftsführer und sein Team haben die Vision aus der Bezirkshauptstadt wieder eine Fussballhauptstadt zu formen. Dieter Leeb lebt seinen Traum mit Kindern und Jugendlichen erfolgreich zu arbeiten. 80% vom bereitgestellten Budget fliessen in die Nachwuchsarbeit. Mit der Gründung eines Fussballkindergartens will er ein Zeichen für die förderliche Entwicklung  der Kinder im Bewegungsapparat setzen. Gemeinsam mit seinem Team will er mit solchen Unterstützungen die Wirtschaft mit solchen Visionen für den SC Neunkirchen zurück gewinnen. Mit seinem Engagement auf die nächsten 5 Jahre will er seinem Team Zeit und finanzielle Sicherheit bieten. Er wird als der Präsident der Kinder in die Geschichte des SC Neunkirchen eingehen.